Einführung in die Psychologie
Allgemeines
26.10.2005
- sensorische Umwandlung + Mustererkennung → Prozess
- zwischen Umwandlung und Speicherung wird ein Großteil der verfügbaren Informationen weggefiltert
- Informationen im sensorischen Speicher sind noch nicht vom Gehirn intepretiert (hoher Ton ↔ tiefer Ton ja, Spracherkennung nein)
- Speicher hat große Kapazität (audi- und visuell erforscht)
- Mustererkennunng durch den Abgleich von Langzeitgedächtnis mit Rohdaten im Speicher
- bei Mustererkennung wird wieder viel weggefiltert
- nach Erkennung kommt Information ins Kurzzeitgedächtnis: Information wird bewusst und kann Reaktionen einleiten
- Zirkulation in KZG möglich
- Durch Verständnis / Strukturierung Übergang ins LZG
- Auch möglich: Wahrnehmung ohne Bewusstwerdung, kann Verhalten beeinflussen (subliminaler Reiz)
- unbewusste Prozesse, die unser Verhalten beeinflussen
- Mensch/Rechner-Vergleich hinkt: Mensch trifft bei Informationsverarbeitung bereits Vorhersagen bzgl. der nächsten Informationen
- Beeinflussung der Mustererkennung durch Intention, Erfahrungen (gebahnte Bereitschaften)
- Physikalische Stimulation → sensorische Umwandlung: Messung an Froschauge, reagiert nur auf vier Reize (grobe Veränderungen, Schatten, kleine schwarze Punkte und Helligkeit) ⇒ Umgebung, Storch, Fliege
- Mensch ist aktiver Informationsreduzierer
2.11.2005
- sehr viel Verlust bei taktilen Reizen
- Kapazität des sensorischen Speichers größer als KZG
- ikonischer Speicher = Bildspeicher (Kapazitätsbegrenzt)
- Nachbild im sensorischen Speicher kann zur Mustererkennung herangezogen werden, selbst wenn ursprünglicher Reiz bereits weg (z.B. nach Lichtblitz oder Knall)
- Sperling: 12 Buchstaben (4 Spalten, 3 Reihen) Matrix an VP, nach 50ms weg
- Bei Ganzwidergabe → nur 4-5 Buchstaben richtig, ca 40%
- Andere Versuchsanordnung → anschauen, hoher, mittlerer oder tiefer Ton ertönt nachdem Matrix weg → erste, zweite oder dritte Zeile rezitieren ⇒ 3-4 Zeichen korrekt widergegeben (also ca 75-100%)
- Grund: KZG ist sehr stark kapazitätsbegrenzt
- Information muss erst via Mustererkennung aus ikonischem Speicher in das KZG überführt werden, um widergegeben werden zu können
- Akustik braucht längeren Aufenthalt in sensorischen Speicher für Erkennung (echoischer Speicher) ⇒ Darum und wegen Bedeutung (Sprache!) bis zu 2s Speicherung
- Prototyp gekennzeichnet durch zentrale Merkmale, die aber Abweichungen erlauben
- zentrale Ideale sind Essenz des Prototyps, Gestalt
- Abtesten einzelner Merkmale
- oberflächliche Analyse des Stimulus für Synthese der kognitiven Repräsentationen
- Vergleich mit Inhalt des sensorischen Speichers
- Möglich: Analyse und Verarbeitung von Informationen ohne Bewusstwerdung
- auch im Rahmen des Mustererkennungsprozesses bereits Veränderungen/Reaktionen
- ⇒ aktive Informationsverarbeitung
- somit aber auch störanfällig → Manipulation o.ä.
- selektive Aufmerksamkeit → starke Informationsfilterung
- etwa 7 +- 2 chunks (Informationseinheiten) haben Platz im KZG
- Broadbent: Filtertheorie, zwischen sensorischen Speicher und Mustererkennung → Filterkanal, der nur bestimmte Informationen passieren lässt
- Kanal kapazitätsbegrenzt
- man kann physikalische Charakteristika bestimmen, anhand derer gefiltert wird
- dichotisches Hören (Infos gleichzeitig auf linkes und rechts Ohr) → Bitte nur auf links oder rechts achten und direkt Nachsprechen (Shadowing) - funktioniert
- Info auch nichtbeachteten Ohr aber doch irgendwie verarbeitet → wenn eigener Name fällt ⇒ Reaktion
- “Cocktailpartyphänomen”
- Bei zeitlich versetzter Widergabe der selben Info auf anderem Ohr → wird bemerkt
- ⇒ nicht beachtete Infos werden oberflächlich analysiert und erst danach verworfen
- Einfiltermodell ⇔ Mehrfiltermodell
- präattentive Kognition (Neisser)
- schlecht erkennbare Wörter → wie lange dauert es, bis die VP das Wort erkennt (Erkennungsschwelle)
- Erkennungsschwelle am höchsten bei tabuisierten Wörtern
- Argument: “Kommt selten vor!” → Versuch zeigt, tabuisierte Wörter kommen im allgemeinen Sprachgebrauch sogar häufiger vor
- Test mit Lichtblitz bei Wort → wurde auch verzögert erkannt, also generell verzögerte Wahrnehmung
- Versuch: Bei Darbietungszeit von 3ms Stimuli subliminal
- Wegen Nachbild sonst notwendig → Überschreibung des Inhalts des sensorischen Speichers → Maskierung
09.11.2005
- Gesichtswahrnehmung: gesehen von nicht gesehenen unterscheiden
- Schriftzeichen mit Gesichtern überlagert
- subliminale Reize
- böse oder gute Gesichter, oder Polygone (Kontrolle)
- Bedürfnisse können angeregt werden, aber nicht markenspezifisch (also keine gute Verwertbarkeit in der Werbung)
- Tiere als Reize, Masken entweder Muster oder Schriftzeichen, “Gefallen” der Maske musste dann bewertet werden
- Schriftzeichen positiv bewertet bei gefährlichen Tieren (umgekehrt als bei Gesichtern)
- Kontrast bei Bewertung
- Kontrolle + positive Tiere gleiche Wirkung
- Recall: Wörter, welche wurden gesehen, welche nicht?
- miserable Leistung wenn unvorbereitet
- Dann “unabhängiger” Versuch (z.B. Buchstaben → Wörter nennen) → dann werden genau die Wörter widergegeben
- implizites Gedächtnis
- Informationsverarbeitungsprozesse zwischen bewusst und unbewusst
- letzte Zeit: Überlegung, dass KZG gar nicht so stark kapazitätsbegrenzt, sondern nur so stark am Input gefiltert, um keine motorisch gegenläufigen Reaktionen auszulösen
- Ebbinghaus 1906: Fabrizierte sinnlose Silben, prüfte dann, wieviele er nach einmal Durchlesen behalten konnte
- 6 am Stück konnte er gut behalten, bei 12 brach das Erinnerungsvermögen zusammen
- Wie kann man die Gedächtnisspanne beeinflussen? → Rehearsal hilft
- viele ähnliche Sachen verkomplizieren die Erinnerung
- KZG: rehearsal & elaborativ
- elaborativ: semantische Interpretation und Angleichung an LZG zur Abspeicherung im LZG
- Informationsmenge pro chunk kann variieren: 7 Buchstaben, 7 Sätze, …
- Miller: 7 +- 2 chunks gleichzeitig im KZG
- KZG fungiert quasi als Queue
- Versuch von Sternberg: Wie wird die Information aus dem KZG abgerufen?
- Zahlenmenge gezeigt, Frage: “War x dabei?”, Wie lange dauert die Antwort?
- Antwortzeit linear abhängig von Anzahl zu merkender Zahlen: 400ms + 40ms * s (s = Anzahl zu merkender Zahlen)
- selbst wenn x gesucht und sofort gefunden → kein Abbruch → parallele Suche
- semantische Reaktionen → KZG
- Trennung zwischen KZG und LZG: Neupsychologisch
- z.B. Schädigungen, bei denen Personen keine Probleme haben, Informationen aus dem LZG oder KZG abzurufen, jedoch keine Verknüpfungen zwischen beiden mehr herstellen können (gerade erzähltes bereits nach 5min nicht mehr verfügbar o.a.)
- Serielle Positionskurve: Liste mit Wörtern (Silben, …), überschreitet Kapazität des KZG
- letzte kommen aus KZG, erste bereits aus LZG
- Items in KZG = Aktivierte Strukturen des LZG
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